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Tipps für die Bundestagswahl 2021

In wenigen Wochen ist es soweit: Die Bundestagswahl 2021 steht an. Die Wahlplakate hängen, der Wahlkampf geht in die heiße Phase. Diesmal stehen so viele Parteien zur Wahl wie noch nie zuvor. Da fällt es gar nicht so leicht eine Entscheidung zu treffen. 

Wir geben Tipps zur Vorbereitung auf den Wahltag, blicken auf die Social Media Kanäle von Kandidat:innen der etablierten Parteien und erklären, wieso diese Wahl so wichtig ist.

von Isabelle Stier

So bereitest du dich effektiv vor

Neuanfang oder Weiterso? Das ist die große Frage in diesem September. Am 26.09. ist Bundestagswahl. Es ist eine entscheidende Wahl, denn das Verhalten des politischen Berlins in den kommenden fünf Jahren hat große Auswirkungen auf unsere Zukunft. Insgesamt können 54 Parteien bei der Bundestagswahl 2021 antreten. Um in den Bundestag einzuziehen, braucht eine Partei mindestens fünf Prozent aller Stimmen. Jede Stimme zählt und macht einen Unterschied. In diesem Artikel erwähnen wir alle etablierten Parteien. Die Reihenfolge der Erwähnung orientiert sich an den Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 und hat nichts mit der politischen Ausrichtung von JUNGMUT oder den Ansichten der Angestellten des Unternehmens zutun. 

Zwischen etablierten, kleinen und neuen Parteien ist es manchmal gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Alle Parteien haben ein umfangreiches Wahlprogramm mit verschiedenen Schwerpunkten. Wir haben hier ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen die Vorbereitung auf den Wahltag leichter fällt.

1. Briefwahl oder Wahlbüro?

Bei JUNGMUT sind wir uns in dieser Frage nicht einig. Einige von uns gehören eindeutig zum Team Briefwahl, andere wollen auf jeden Fall ins Wahlbüro und die Unterlagen eigenhändig in die Wahlurne werfen. Egal für welche Wahlmöglichkeit du dich entscheidest, wichtig ist, dass du es rechtzeitig tust. Möchtest du per Brief wählen, solltest du die Unterlagen am besten schon einige Wochen vor dem offiziellen Wahltag beantragen. Das geht per Brief, per E-Mail oder per Smartphone über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung. Den Brief musst du rechtzeitig losschicken, damit deine Stimme am Wahltag mitgezählt wird. Konkret heißt das: Die Briefwahl beantragst du spätestens bis zum 24. September um 18 Uhr (Dann müssen die Unterlagen aber abgeholt werden). Der Wahlbrief muss bis spätestens 26. September um 18 Uhr vorliegen. Deshalb schickst du den Brief am besten einige Tage vor der Wahl ab.

2. Lies dir die Wahlprogramme durch

Es erscheint wie eine große Herausforderung, dennoch ist es sehr wichtig und sinnvoll einen Blick in die aktuellen Wahlprogramme zu werfen. Hast du nicht genug Zeit um alles zu lesen, kannst du dich auf ein Thema fokussieren, dass dir besonders am Herzen liegt und die Standpunkte einzelner Parteien dazu vergleichen. Einen Überblick über alle Parteien und das jeweilige Wahlprogramm bekommst du hier. Alternativ kannst du dir bei unterschiedlichen Medien (zum Beispiel beim Deutschlandfunk oder beim MDR) auch Zusammenfassungen der Programme von den etablierten Parteien durchlesen. 

3. Nutze den Wahl-o-Mat

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat auch in diesem Jahr wieder einen Wahl-o-Mat entwickelt, der eine Entscheidungshilfe sein kann. Das Tool funktioniert nach dem Frage-Antwort-Prinzip. Insgesamt bewertest du 38 vorausgewählte Thesen mit deiner Meinung. Dabei hast du immer folgende vier Antwortmöglichkeiten: „stimme zu", „stimme nicht zu", „neutral" und „These überspringen". Sind alle Fragen beantwortet, vergleichst du, inwiefern deine Meinung mit der politischen Position unterschiedlicher Parteien übereinstimmt. Die Parteien entscheiden selbst, ob sie am Wahl-o-Mat teilnehmen möchten oder nicht. Zum Wahl-o-Mat geht es hier.

Übrigens gibt es auch eine feministische Alternative zum klassischen Wahl-o-Mat, nämlich Wahltraut. Das Tool funktioniert so wie der klassische Wahl-o-Mat, setzt inhaltlich aber einen klaren Fokus auf feministische Themen, zum Beispiel Geschlechtergerechtigkeit, LGBTQIA+, Anti-Rassismus und Inklusion. Zu Wahltraut geht es hier

 

Die Kandidat:innen in den sozialen Medien

Der digitale Wahlkampf spielt in diesem Jahr - auch pandemiebedingt - eine noch größere Rolle als zuvor. Online finden politische Diskussionen statt, die Standpunkte der Kandidat:innen werden in den sozialen Medien täglich aufs Neue diskutiert. Charakter und Auftreten der Politiker:innen stehen dabei ebenso im Fokus wie Inhalte.

Es ist also nicht verwunderlich, dass die Kandidat:innen ihre Profile in den sozialen Medien aktuell besonders intensiv bespielen. Sie konzentrieren sich dabei auf Instagram, Facebook und Twitter. Auf TikTok gibt es lediglich privat geführte Fanpages oder Profile, die sich über die Kandidat:innen lustig machen. Armin Laschet von der CDU und Olaf Scholz von der SPD sind auf Twitter am erfolgreichsten. Alice Weidel und Tino Chrupalla von der AfD haben auf Facebook besonders viele Follower:innen. Christian Lindner von der FDP hat - rechnet man alle Kanäle zusammen - die meisten Follower:innen. Vergleichsweise wenige Menschen folgen Janine Wissler und Dietmar Bartsch von der Partei Die Linke. Annalena Baerbock von der Partei Grüne punktet auf Twitter und Instagram. Wir haben die Profile der Kandidat:innen hier nach dem endgültigen Endergebnis ihrer Partei bei der Bundestagswahl 2017 in absteigender Reihenfolge aufgelistet.

Armin Laschet, CDU

Instagram: ≈ 72,8 K Follower:innen

Facebook: ≈ 36 K Follower:innen

Twitter: ≈ 172 K Follower:innen

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(Screenshot: twitter.com/ArminLaschet)

Olaf Scholz, SPD

Instagram: ≈ 36,5 K Follower:innen

Facebook: ≈ 34 K Follower:innen

Twitter: ≈ 154 K Follower:innen

Bildschirmfoto 2021-08-24 um 17.23.49

(Screenshot: twitter.com/OlafScholz)

Alice Weidel und Tino Chrupalla, AfD

Alice Weidel:

Instagram: ≈ 65,3 K Follower:innen

Facebook: ≈ 299 K Follower:innen

Twitter: ≈ 123 K Follower:innen

Bildschirmfoto 2021-08-24 um 17.24.45

(Screenshot: facebook.com/aliceweidel/)

Tino Chrupalla:

Instagram: ≈ 4,5 K Follower:innen

Facebook: ≈ 20 K Follower:innen

Twitter: ≈ 17 K Follower:innen

Bildschirmfoto 2021-08-24 um 17.24.10

(Screenshot: facebook.com/TinoAfD/)

Christian Lindner, FDP

Instagram: ≈ 240 K Follower:innen

Facebook: ≈ 257 K Follower:innen

Twitter: ≈ 472 K Follower:innen

Screenshot: twitter.com

(Screenshot: twitter.com/c_lindner)

Janine Wissler und Dietmar Bartsch, Die Linke 

Janine Wissler:

Instagram: ≈ 10,4 K Follower:innen

Facebook: ≈ 12 K Follower:innen

Twitter: ≈ 27,5 K Follower:innen

Bildschirmfoto 2021-08-24 um 17.25.11

(Screenshot: instagram.com/janine_wissler/)

Dietmar Bartsch:

Instagram: ≈ x

Facebook: ≈ 44 K Follower:innen

Twitter: ≈ 73 K Follower:innen

Blogbeitrag-Bartsch-ist

(Screenshot: twitter.com/DietmarBartsch)

Annalena Baerbock, Die Grünen

Instagram: ≈ 258 K Follower:innen

Facebook: ≈ 60,5 K Follower:innen

Twitter: ≈ 338,5 K Follower:innen

Bildschirmfoto 2021-08-24 um 17.22.03

(Screenshot: instagram.com/abaerbock/)


Diese Wahl ist entscheidend

Wie bei jeder Wahl gibt es auch 2021 viele unterschiedliche Themen, zu denen sich die einzelnen Parteien positionieren. Ein Thema ist in diesem Wahlkampf aber besonders prominent: das Klima. Die meisten Parteien haben sich den Klimaschutz und eine Abwendung der Klimakatastrophe auf die Fahnen geschrieben. Die Herangehensweisen sind aber sehr unterschiedlich. Mehr dazu findet ihr hier in den Wahlprogrammen. Die Entschlüsse, die in den nächsten Jahren zum Thema Klimaschutz getroffen werden, haben direkten Einfluss auf unseren Alltag. Je nachdem wofür sich die Politiker:innen entscheiden, wird die Klimakrise entweder aufgehalten oder vorangetrieben.

Ebenso entscheidet die Wahl mit darüber, wie es in Deutschland in den nächsten Jahren in Sachen Digitalisierung weitergeht. Momentan belegt Deutschland Platz 16 im Digital Quality of Life Index. Dieser vergleicht die digitale Lebensqualität von 85 Ländern. Für die Analyse nutzt der VPN-Anbieter Surfshark öffentlich verfügbare Daten. Untersucht werden in erster Linie die Kosten des Internetzugangs, die Internetqualität, die E-Infrastruktur, die E-Sicherheit und das E-Government. Bei letzteren beiden Themen befindet sich Deutschland in den TopTen, im Bereich „Internetqualität“ landet Deutschland dagegen nur auf Platz 32, im Unterpunkt „stabiles Breitbandinternet“ auf Platz 69.

Das Klima und die Digitalisierung sind nur zwei der vielen wichtigen Themen über die bei dieser Bundestagswahl entschieden wird. Jede Stimme zählt und auch deine Stimme hat das Potenzial wirklich etwas zu verändern. 

 

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