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Digitale Agilität bei JUNGMUT – Digitale Souveränität

Wer souverän handelt, handelt selbstbestimmt. Das gilt nicht nur für das Leben in der realen Welt, sondern auch für alles, was im Netz stattfindet. Digitale Souveränität bedeutet also, dass User:innen sich in der digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt sicher bewegen und Medien selbstbestimmt nutzen. Wir verraten euch, warum digitale Souveränität so wichtig ist und was es dazu braucht. 

von Isabelle Stier

Was ist digitale Souveränität

Der Begriff digitale Souveränität ist von Souveränität abgeleitet, was soviel bedeutet wie rechtliche Selbstbestimmung eines Menschen. In Bezug auf unsere heutige digitale Gesellschaft heißt das, dass ihr die Verantwortung für euer Handeln im Netz selbst übernehmt. Das gilt sowohl für den direkten Umgang mit digitalen Medien – also wie kompetent ihr euer Smartphone oder andere Devices benutzt – als auch für Inhalte, die ihr konsumiert, Dienste die ihr nutzt und eure persönliche Einstellung zum Datenschutz. Wechselt ihr zum Beispiel alle drei Monate euer Passwort oder denkt ihr eher: Ach, wird schon nichts passieren?!

Digitale Souveränität – in unserem Verständnis – hat sechs wichtige Dimensionen, die wir im nächsten Abschnitt vorstellen. Einfach zusammengefasst könnt ihr euch aber merken: Digitale Souveränität = Ihr bewegt euch kompetent, kongruent und souverän durch die digitale Lebens- und Arbeitswelt. Dazu gehört auch, dass ihr immer wieder Neues ausprobiert, aber auch toxische Inhalte erkennt und damit umzugehen wisst. Wenn ihr in eine Abhängigkeit geratet, verliert ihr eure Digitale Souveränität.

Unser Verständnis von Digitaler Souveränität bezieht sich auf eure persönliche Perspektive, mit der ihr auf die digitale Lebens- und Arbeitswelt schaut. Wie könnt ihr euch weiterentwickeln? Und wollt ihr das überhaupt? Je mehr Wissen ihr zu einem Thema habt, umso leichter fällt es euch Stellung zu beziehen und euch entsprechend zu verhalten. Habt ihr euch zum Beispiel intensiv mit dem Onlinehandel beschäftigt, überlegt ihr euch vielleicht, dass ihr z.B. nicht mehr bei Amazon einkaufen möchtet, da ihr das Unternehmen nicht unterstützen wollt. Ebenso spielen eure Haltung und euer Verhalten eine wichtige Rolle.

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(Darstellungsidee: Kathrin Fervers, Design: Marc Antons)

 

Digitale Souveränität hat diese sechs Dimensionen

Damit ihr ein breiteres Verständnis davon entwickeln könnt, was Digitale Souveränität ist, stellen wir euch hier die sechs Dimensionen vor, die unserer Meinung nach eine wichtige Rolle spielen:

  1. Sicherheit und Datenschutz bestimmen darüber, wie verletzlich ihr im digitalen Raum seid
  2. Technische Ausstattung beeinflusst den Zugang und eure Kompetenzen.
  3. Vernetzung hat Einfluss auf eure sozialen und beruflichen Chancen
  4. Arbeitskultur bildet euer Mindest und erweitert eure Erfahrungswelt
  5. Lernen und Innovation beflügeln euch und machen euch fit für Veränderungen
  6. Tools halten euch aktuell und bringen euch persönlich weiter

 

Darüber bestimmt die digitale Souveränität

Euer Wissen, Eure Haltung und Euer Verhalten sollten zusammen passen, damit ihr digitale Souveränität erreicht. Wenn ihr euch um mehr digitale Souveränität bemüht, erhöht ihr eure Chancen auf dem Arbeitsmarkt, kommt in agilen und dezentral arbeitenden Teams besser zurecht, managed gut konstante Veränderungsprozesse und seid kreativer bzw. innovativer. Je nachdem wie gut ihr eure digitale Souveränität pflegt, hält euch das außerdem fit in Sachen digitale Entwicklung und ihr habt immer wieder aufs Neue die Chance euch persönlich weiterzuentwickeln. 

Um der digitalen Souveränität so nah wie möglich zu kommen, ist es eine gute Idee, wenn ihr euch regelmäßig mit unterschiedlichen digitalen Angeboten beschäftigt. Seid offen für Neues und lasst euch nicht entmutigen, wenn ein Update oder eine andere Änderung auf den ersten Blick kompliziert erscheint.  

 

So passen Datensammlung und digitale Souveränität zusammen

Digitale Souveränität hängt übrigens auch eng mit der Datensammlung großer Unternehmen wie Google und Facebook zusammen. Auch wenn ihr euch bestens in der digitalen Welt auskennt, euch ohne Probleme zurechtfindet und wisst, welches Tool ihr zu welchem Zweck nutzen wollt, wird alles gespeichert was ihr in Suchmaschinen tippt und aufruft. Auf Basis eures digitalen Verhaltens wird ein digitales Profil von euch erstellt, das nicht immer mit eurer realen Persönlichkeit übereinstimmt, dieser aber oft sehr nahe kommt. So entsteht eine gewisse Abhängigkeit zu Unternehmen wie Google und Co. Ihr könnt aber Einfluss auf diese Abhängigkeit nehmen, indem ihr euch bewusst macht, dass sie existiert und euch aktiv für die Nutzung bestimmter Suchmaschinen oder den Besuch bestimmter Websites entscheidet. Und damit wären wir wieder beim Thema digitaler Souveränität. 

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