e-Estonia: Eine Reise ins digitale Wunderland

Von Agata Bohnenkamp am 05. August 2019

Tim war im Juni im Zuge einer Innovationsreise des Vereins “Die Familienunternehmer” in Estland und wurde dabei von einem Filmteam des Bayerischen Rundfunks begleitet. Auf der Reise ging es vor allem darum, unseren europäischen Nachbar und digitalen Vorreiter besser kennenzulernen. Zahlreiche Vorträge boten hier einen interessanten und informativen Austausch zwischen Unternehmern, Politikern, Managern und Besuchern.

von Agata Bohnenkamp
Das kleine Estland, mit einer Gesamteinwohnerzahl 1,3 Millionen Menschen (vgl. München) und der Fläche von Niedersachsen, hat den Ruf, Europas digitaler Trendsetter zu sein.  Bereits in den 90er Jahren erkannte die Politik die Bedeutung der Digitalisierung und fing an, die digitale Gesellschaft umzusetzen – und dabei die Bevölkerung aktiv mitzunehmen. Mutige Strategen, wie der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves, stellten die Weichen für das digitale Wunderland. Mittlerweile ist “e-Estonia” global viel beachtet.

 

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Internet als Grundrecht

Das Internet zählt hier quasi zum Grundrecht. 99% der staatlichen Einrichtungen wickeln ihre Vorgänge online ab – egal ob um den Wohnsitz umzumelden, die Schulnoten der Kinder zu kontrollieren oder ein Unternehmen anzumelden. Lediglich bei der eigenen Hochzeit und dem Hauskauf muss man physisch anwesend sein. 

Während die Deutschen durchschnittlich 117 Millionen Stunden pro Jahr unproduktiv in Wartezimmern von Behörden und Ämtern verbringen, werden in Estland bürokratische Angelegenheiten mit nur wenigen Klicks, ohne Warteschlangen, ganz einfach online erledigt.

Was “e-Estonia” so besonders macht und was Tim während seiner Reise erlebt hat, seht ihr im Video.

 

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Themen: Inspiration, Digitalisierung, Estland, JUNGMUT