FineDings – Rückblick Juli 2019

Von Marion Schmid am 01. August 2019

Dinge die absolut sinnlos sind, aber jede Menge Spaß machen, Schönes, Trauriges, Gruseliges, Wissenswertes und Fortschrittliches – das alles gibt die neue Ration unserer FineDings diesen Monat her. Seid gespannt!

von Marion Schmid

Smile different

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(Bild: Studio SeeYa!)

Ziemlich cool fanden wir im Juli den neuen, digitalen Auftritt von Katrin Wernstedt. In ihrer Zahnarztpraxis führen Tupfer, Bürsten und Gebisse dank des Visual Trends 3D ein spannendes Eigenleben.

Moderne Elemente, bunte Farben, cleane Ästhetik – nicht unbedingt das, was man normalerweise mit einer Zahnarztpraxis in Verbindung bringen würde. So will Katrin vor allem auch Angstpatienten den Gang zum Zahnarzt erleichtern.

Wir finden, eine heitere Stimmung beim Zahnarzt kann nie schaden und genau deshalb finden wir die Identity von Katrins Zahnarztpraxis mutig und absolut gelungen.

➜ Schaut rein!

 

Intelligente Emojis

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(Foto: Process)

Welche Auswirkungen Künstliche Intelligenz auf unsere Lebensbereiche haben wird, hat nun das Process Studio aus Wien gezeigt. Für die Vienna Biennale hat die Agentur ein Keyvisual erstellt, das sich mittels Künstlicher Intelligenz bzw. Deep Learning immer wieder neu selbst erschafft. Mitarbeiter der Agentur haben sich dafür eigens in das Thema neuronaler Netze eingearbeitet und als Motiv gängige und weltweit verständliche Emojis gewählt.

➜ Hier könnt ihr euch die Emojis in Bewegung ansehen.

 

What are you looking at?!

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(Bild: Amazon)

Stell dir vor, die Leute in deiner Stadt verhalten sich plötzlich äußerst seltsam. Also – mehr als sonst. Dann könnte eventuell Mark Jenkins seine Finger im Spiel haben. Mark ist ein US-amerikanischer Street-Art-Künstler der mit seinem neuesten Werk The Urban Theater der Bevölkerung versucht die Augen zu öffnen.

In realistischen, aber vor allem provokativen Posen und Situationen installierte Mark weltweit in Großstädten lebensgroße und täuschend echt aussehende Menschen-Puppen. Er möchte vor allem, dass die Menschen ihre Umgebung und die Welt in der sie leben und leben möchten kritisch hinterfragen und sich selbst die Frage stellen, was davon echt ist und was nicht. 

“These days, people are so buried in their mobile phones and I just wanted to get them to look up. So at the beginning, I was collecting social data about people’s reactions. But six years later, these images are more about poetry, of capturing a magical moment,” so der Künstler.

Wir sind Fans! Schaut euch unbedingt Mark’s ➜ Installationen an.

 

In Pieces

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(Bild: In Pieces)

Unser absoluter Monats-Liebling ist das Projekt “In Pieces” von Bryan James. In Pieces ist eine CSS-basierte interaktive Ausstellung, die insgesamt 30 der weltweit interessantesten, gleichzeitig aber auch bedrohtesten Tierarten vorstellt.

Jedes Tier steht dabei für eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Bryan will mit seinem Projekt deutlich machen, wie viel Schönes und Faszinierendes auf der Welt die Menschheit zerstören wird, wenn sie ihr Verhalten nicht grundlegend ändert.

Die Ausstellung erklärt in wunderbarem Look&Feel und brillantem Motion-Design nicht nur, wodurch die jeweilige Spezies bedroht ist, sie zeigt ebenfalls aktuelle Statistiken, erklärt in kurzen Videos sämtliche relevante Informationen über das Tier, imitiert Geräusche und bietet sogar Desktop-Wallpaper deines Lieblingstiers zum freien Download an. Hach, was will man mehr!

Nashornvögel, iberische Luchse und malaysische Tapire zieren bereits unsere Desktops. ➜ jetzt du!

 

Kleiner Hai, großer Hai

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(Foto: National Geographic)

Würdest du gerne mal mit Haien tauchen? Nein? Auch kein Problem – National Geographic hat im vergangenen Monat nämlich ein digitales Tiefseeabenteuer veröffentlicht, bei dem du alles über die Könige der Meere erfahren kannst. Und zwar von der Körperlänge bis hin zur Größe ihrer Zähne. Völlig ungefährlich und mit genügend Sicherheitsabstand.

➜ Taucht ab!

 

Save the whales

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(Foto: Save Whales)

Wenn wir gerade schon beim Thema sind: Noch mehr große Fische gibt es bei Save Whales zu entdecken. Top-Speed, Länge, Gewicht, Finnengröße – hört sich nach einem Kartenspiel aus den 90ern an? So ähnlich, nur eben cooler, digital und mit Walgesängen.

Red Collar will mit diesem Projekt zum Retten der Meeressäuger beitragen und erklärt gleichzeitig, wie auch wir schon mit kleinen Dingen in unserem alltäglichen Handeln helfen können, die Wale zu retten.

A
lso worauf wartet ihr?! ➜ Rettet die Wale!

 

KI for Dummies

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(Foto: Elements of AI)

Einsteigen, Festhalten – es geht gen Zukunft! 

Dass die Skandinavier uns in so einigen Dingen eine Nasenlänge voraus sind, ist ja nichts wirklich Neues. Studierende der Universität Helsinki haben nun aber noch einen oben drauf gesetzt und entwickelten einen kostenlosen KI-Workshop für Jedermann mit dem Ziel Künstliche Intelligenz (KI) zu entmystifizieren. Mit “Elements of AI” haben die Projektbeteiligten es sich zur Aufgabe gemacht, der Bevölkerung KI näher zu bringen. In einer frei zugänglichen Serie von Online-Kursen können Menschen lernen, was KI überhaupt ist, wozu man sie braucht und nutzt, wie KI unsere Zukunft und uns selbst betreffen wird und sogar wie man KI-Methoden entwickelt. 

Der Theorie-Teil wird ergänzt mit spannenden praktischen Übungen, das Tempo bestimmt jeder selbst. Top-Design, Top-Mehrwert – wir sind begAIstert (höhö).

Zur Zukunft geht’s ➜ hier.

 

Explain that Mr. Trump

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(Foto: Bryan Mestre)

Wir lieben Seen. Bergseen, Gletscherseen, Stauseen, Tümpel. Im Sommer, zum Baden, beim Wandern aber vor allem – am richtigen Ort! 

Ziemlich traurig gemacht hat uns diesen Monat der Beitrag von UTOPIA. Der Bergsteiger Bryan Mestre hat auf dem höchsten Berg der Alpen, dem Mont Blanc, einen neuen See entdeckt. Dass dieser da nicht hingehört dürfte klar sein, denn der Mont Blanc („weißer Berg“) verdankt seinen Namen eigentlich seinen schnee- und eisbedeckten Höhen. 

Innerhalb von nur 10 Tagen entstand in diesem Sommer unterhalb des Gipfels Dent du Géant in der Mont-Blanc-Gruppe ein See und somit der eindeutige Beweis, dass unsere Gletscher wegschmelzen. Schon bis 2050 sollen die Hälfte der Gletscher in den Alpen geschmolzen sein, prognostizierten schweizer Forscher vor einigen Monaten.

Unser kleines Snowboarder-Herz blutet. Mehr zum Thema findet ihr ➜ hier.

 

Tell me the digital future

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(Foto: illo)

Mehr als gute Pizza! Zur Feier ihres siebten Geburtstages kann man sich von der italienischen Agentur “illo” die Karten legen lassen. Keine Panik – diese Karten sagen euch keine drei Kinder, zweieinhalb Hunde und einen Lotteriegewinn voraus, diese Karten drehen sich rund um das Thema Design, digitale Zukunft und KI. 

So werden UX-Designer in Zukunft User Experience anhand der Augenbewegung von iOS Nutzern überwachen, die vergessen haben, ihre Eye-Tracking-Funktion auszustellen, Alexa wird dich künftig wegen sexuellen Übergriffs anzeigen, solltest du es auch nur wagen sie zu beschimpfen. Zum allerersten Mal wird ein tapferer Pionier seinen Mac OS mit Erscheinen des neuen Updates aktualisieren ohne Angstzustände vor eventuellen Bugs zu bekommen und die Finanzabteilungen der Agenturen werden durch Künstliche Intelligenzen ersetzt. Diese beantworten selbstverständlich alle Fragen zu verspäteten Gehaltszahlungen – um auch hier im gewohnten Muster zu bleiben selbstverständlich in unhöflichem Tonus. 

Mit hübsch designten Karten, kombiniert mit ansprechendem Motion-Design entspricht die Vorhersage des “Tarot-o-bot” vermutlich vorwiegend dem Humor von Designern und Agenturmitarbeitern – wir hatten jedenfalls Spaß!

Lasst euch ➜ hier die Karten legen!

 

Cooles Animations-Projekt

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(Foto: Bauhaus Universität Weimar)

Was sie an der Bauhaus Universität Weimar erwartet erklären Studieninteressierten nun sieben animierte Filme, die von angehenden Mediengestaltern der Universität selbst produziert wurden. 

Kreativ, informativ, lustig und absolut unterhaltsam erzählen die Filme von der Eignungsprüfung, den Selbstzweifeln, wenn man darauf wartet, aufgerufen zu werden oder vom internationalen Leben in Weimar. 

Entstanden sind die Filme in einem Animationskurs der Universität, gearbeitet wurde mit Papier, Knete, Zeichenstift, Bindfaden, Foto- und Zeitungsschnipseln und von Studierenden aus Spanien, Russland, Lettland und Deutschland.

Schaut euch die coolen Videos ➜ hier an (auch wenn ihr nicht vorhabt Mediengestaltung zu studieren).

 

Make WordArt great again

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Comic Sans war gestern! Erinnert ihr euch an WordArt? Ja genau– das WordArt in dem entweder ihr selbst oder die Eltern früher “pfiffige” Einladungen oder Aufmerksamkeit erregende Ankündigungen designt haben. Windows 95 ist zwar vorbei, WordArt aber dafür zurück! Inklusive Karl Klammer aka Clippy. Hurra.  

Auf Make WordArt” könnt ihr also wieder den Designer in euch wecken und euer Werk anschließend sogar runterladen, oder, um dem ganzen wenigstens einen Hauch Moderne des 20. Jahrhunderts zu verleihen, das ganze wahlweise auf sämtlichen sozialen Netzwerken teilen. 

Absolut sinnfrei? Auf jeden Fall. Aber hey – die Regenbogenschrift!!! We love.

Also los, make WordArt great again!

 

Themen: FineDings, Netzfundstücke, Design, digital future