FineDings – Rückblick November 2019

Von Eduardo Amaya am 02. Dezember 2019

Was sind die Trends für 2020 und warum leben wir dennoch manchmal gefühlt im Jahr 1998? Wie können wir nachhaltiger Leben und dies auch in die Städteplanung mit einbeziehen? Diese und weitere spannende Themen erwarten euch in den FineDings für den Monat November!

von Eduardo Amaya

Die Top-Tech-Trends für 2020

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(Foto: Screenshot gartner.com)

Wie jedes Jahr wagt das Marktforschungsunternehmen Gartner auch für 2020 einen Blick in die Zukunft und versucht, die wichtigsten Tech-Trends zu identifizieren.

Einer der relevantesten Trends ist weiterhin Künstliche Intelligenz, mit der wir uns bei JUNGMUT auch schon intensiver befassen. In diesem Zusammenhang stehen zum Beispiel auch Hyperautomation, also den Einsatz von KI und maschinellem Lernen zur Automation komplexer Tätigkeiten, oder die Themen Transparenz und Nachvollziehbarkeit, die der anstehenden Vertrauenskrise gegenüber dem technologischen Fortschritt entgegen wirken soll.

Weitere Trends sind zum Beispiel die Demokratisierung, die hier den einfachen und kostengünstigen Zugang zu technologischem und wirtschaftlichem Wissen beschreibt, oder das Thema Multiexperience, bei der unterschiedliche Technologien und Kanäle zusammenschmelzen.

➜ Den gesamten Bericht könnt ihr hier einsehen.

 

 

Funkloch? Auch 2019 noch ein Thema

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(Foto: Screenshot breitbandmessung.de)

Mit der "funkloch-app" der Bundesnetzagentur können seit einiger Zeit Funklöcher gemeldet, bzw. angegeben werden, wie die Netzqualität vor Ort ist. Aus diesen Erkenntnissen wurde jetzt eine Übersichtskarte erstellt, die ihr ➜ hier einsehen könnt.

Laut Bundesnetzagentur wurden für die Karte mehr als 160 Millionen Messpunkte berücksichtigt. Viel zu viele Punkte sind weiss oder hellbau (kaum bis gar kein Empfang), was noch einmal zeigt, wie schlecht das Netz vor allen in ländlichen Regionen oder an Autobahnen und Bahnstrecken ist. Gleichzeitig ist die Karte aber natürlich nicht hundertprozentig korrekt, da sie natürlich davon lebt, von allen befüllt zu werden und die Netzabdeckung und -qualität per App zu melden. Aber ob das immer funktioniert, wenn man eben kein Netz hat...

Wie steht es um die Netzqualität in eurer Region?

➜ Hier gehts zur Karte

 

 

Künstler Tua zeigt die brutale Realität der Seenotrettung

(Video: TUA - Wenn ich gehen muss)

Gemeinsam mit der Agentur Jung von Matt hat Tua zu seinem Song "Wenn ich gehen muss" ein Video veröffentlicht, das sehr authentisch und radikal die Realität der Seenotrettung zeigt. Der Musikclip wurde für und mit der Besatzung der "Alan Kurdi", dem Schiff der NGO für Seenotrettung Sea-Eye, gedreht.

"Dass Menschen auf der Flucht im Mittelmeer sterben und Europa sich seit vier Jahren auf zivile Organisationen wie Sea-Eye verlässt, macht mich wütend. Wir lassen Menschen sterben, die Schutz suchen. Das ist völliger Wahnsinn. Ich wollte ein Musikvideo machen das man fast nicht aushält – weil die aktuelle Situation nicht auszuhalten ist. Ich möchte auf die Arbeit von Sea-Eye aufmerksam machen und meine Musik und Reichweite nutzen um zu helfen", so Tua. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Alle Einnahmen, die ab dem Tag der Veröffentlichung über Streaming oder Download des Songs generiert werden, fließen nach Angaben von Tua zu 100 Prozent an Sea-Eye. Also streamt fleißig und spendet im Idealfall auch, wenn euch das Thema genauso bewegt wie uns.

➜ Hier gehts zur Landingpage zum Projekt bei sea-eye

 

 

Neuer Look für Facebook

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(Screenshot facebook.design)

Facebook feiert 15-jähriges Bestehen und ist mittlerweile viel mehr als nur ein soziales Netzwerk. Um daher auch die Marke und das Unternehmen Facebook vom Social Media Angebot zu trennen, wurde mit der Branding Agentur Saffron eine neue Corporate Identiy entwickelt, in der Klarheit, Empathie und Raum zum eigenen Gestalten im Mittelpunkt stehen.

Gemeinsam mit dem Type Design Studio Dalton Maag wurde eine neue Font für das Wortlogo gestaltet, das Zugänglichkeit und Geradlinigkeit ausstrahlen und Willkommen heißen soll. Besonderheit beim Wortlogo ist, dass die Farben sich auch immer anpassen und verändern:

FB GIF

(GIF: facebook.design)


Unterstrichen wird das auch durch die neue Bildwelt, die etwas an ein "United Colors of Benetton" erinnert und für Diversität und ein Miteinander steht, somit also for allem positive Gefühle und gleichzeitig Intimität ausstrahlt.

➜ Hier gehts zur Designvorstellung

 

 

"Emma" hält uns Schäden von Bürojobs vor Augen

(Video: Meet Emma - Your Work Colleague of the Future)

Dass Büro Arbeit nicht gerade das Gesündeste für unseren Körper ist, ist nichts Neues. Vor allem wenn man keinen Ausgleich durch andere Aktivitäten und Sport schafft, sind die Schäden früher als gedacht sichtbar. Fahle Haut, gerötete Augen, Buckel, Wasser in den Beinen... das sind nur ein paar der sichtbare körperlichen Veränderungen.

Um diese möglichen Folgen noch einmal besser zu verdeutlichen, haben britische Wissenschaftler nun eine Puppe namens Emma entwickelt, die verdeutlicht, wie deformiert Büromenschen nach 20 Jahren Arbeit aussehen können. Basis dafür bildet eine Befragung mit 3.000 Büroarbeitern aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien, bei denen die gesundheitlichen Probleme angegeben werden konnten.

Wie gesagt, wirklich überraschend sind die Ergebnisse nicht. Dennoch interessant, diese so vor Augen geführt zu bekommen. Aber keine Panik, Emma zeigt auf, wie es werden KANN, nicht werden muss. Man kann da natürlich entgegen steuern - entsprechend ergonomische Möbel, eine aufrechte Körperhaltung und richtig eingestellte Monitore sind erste Maßnahmen, danach folgt der Ausgleich durch Sport nach Feierabend, aber auch während der Pause nur eine kleine Runde draußen kann mittel- bis langfristig schon viel bringen.

 

 

Frisches vom Dach

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(Bild: altmarktgarten-oberhausen.de)


In Oberhausen wird nun erstmals in Deutschland ein zentral gelegenes städtisches Bürogebäude auch landwirtschaftlich genutzt. Das Architekturprojekt "ALTMARKTgarten Oberhausen" mit einem Budget von 29 Millionen integriert ein Gewächshaus in das neue Jobcenter im historischen Stadtkern.

Das Gewächshaus, das nicht nur Platz für frische Kräuter und Salate bietet sondern auch vom Fraunhofer Institut zu Forschungszwecken genutzt werden soll, wurde beim Neubauprozess direkt mit eingeplant. Ziel ist es, einen ökologisch nachhaltigen Betrieb zu schaffen, dazu soll zum Beispiel Regenwasser für das Gewächshaus und andere Teile des Gebäudes eingesetzt werden, gleichzeitig sollen auch andere Energiequellen aus dem Bürogebäude in das Dachgewächshaus mit eingebunden werden. Ressourceneinsparung, Klimaschutz und dadurch Nachhaltigkeit sind also die großen Themen bei diesem Projekt.
Wir finden das sehr gut und längst überfällig, freuen uns darüber und auf die nächsten Projekte in ähnlicher Richtung.

➜ Hier gehts zur Projektseite

 

Themen: FineDings, Netzfundstücke, Design, JUNGMUT, Nachhaltigkeit